AUSLANDSAUFENTHALT

Neue Wege gehen und wie diese zu einem Blog führen:

Früher, als es noch keine Smartphones gab und die Meisten noch richtige Zeitungen lasen, wollte ich mal Journalist werden. In einer richtigen Redaktion! Denn Online-Redaktionen hielt ich damals noch für eine verstaubte Ansammlung von Computernerds.

Aber es kam genauso, wie Ihr alle denkt, dieses Internet hat nämlich Zukunft und ich versuchte es doch irgendwann mal in der ein oder anderen Redaktion. Und siehe da, das Schreiben macht online genauso viel Spaß. Um neben der praktischen auch noch internationale Erfahrung zu sammeln, begab ich mich für ein Praktikum nach Nizza – ja echt: kein Urlaub, sondern Arbeit!

Hier angekommen las ich überraschend viele Blogs, schrieb für ein Online-Magazin und kam zum wiederholten Male auf die Idee selbst einen Blog zu starten. Bisher hatte ich das immer als Schnapsidee abgetan. Aber hier im Ausland, wo eh alles neu und aufregend ist, wo man jeden Tag neue Wege gehen muss, da habe ich einfach mal angefangen.

Ich wollte einfach eigene Texte schreiben mit Themen und Inhalten, die ich bestimme und für die ich recherchiere. Einfach um zu tun, was mir Spaß macht. Denn das tut man zu selten. Ich konnte das im ungewohnten Umfeld viel besser umsetzen als im gewohnten Alltag. Denn zu Hause – da ist man immer. Da probiert man selten was Neues oder nimmt sich mal für etwas Anderes Zeit. Ich denke immer ach das mach ich irgendwann später, dafür habe ich bestimmt noch Zeit, beim nächsten Mal. Und dann wohnt man jahrelang in einer Stadt, ohne beispielsweise das leckerste Eis gegessen zu haben oder das bekannteste Museum besucht zu haben. Oder eben mit dem bloggen anzufangen… Kennt ihr das auch?

Hier in meiner Kurzzeit-Heimat ist die Zeit eben begrenzt. Ich habe knapp 4 Monate, um das wunderbare Nizza, die Côte d’Azur und ihre Bewohner und all das Neue und Fremde zu entdecken. Und das genieße ich jeden Tag. Ich glaube man lebt bewusster, wenn man weiß, wieviel Zeit man hier hat. Das klingt ein bisschen pathetisch, aber vielleicht habt ihr diese Erfahrung ja auch schon gemacht?

Deswegen empfinde ich es hier als selbstverständlich, die Dinge zu tun, auf die man Lust hat. Sonst verpasse ich sie ja vermutlich. Und das gilt eben nicht nur für meine Wochenendtrips, sondern auch für spontane Ideen. Ich habe hier schon ohne viel nachzudenken oder es auf später zu verschieben alten Freunden geschrieben oder Missverständnisse bereinigt, einfach mal ein Buch am Strand gelesen oder ein Glas Wein auf dem Balkon getrunken, am Abend Spaziergänge unternommen und eben diesen Blog gestartet. In Deutschland hätte ich vermutlich für all das zu viele Ausreden gefunden, um mir diese Zeit zu nehmen. Falls ihr auch Dinge aufschiebt, dann fasst euch endlich ein Herz und bringt es ans Laufen. Der richtige Zeitpunkt ist vielleicht nicht jetzt, aber hey lass es uns rausfinden! Ich versuche mir ab jetzt mehr Zeit zu nehmen für das, was mir wichtig ist – mal sehen ob das dann auch in Deutschland klappt.

Momentan steht das Projekt noch am Anfang und ich versuche euch Woche für Woche ein bisschen was Neues zu zeigen. Aber der Anfang ist gemacht und ich hoffe die ersten Texte vertreiben euch nicht gleich.

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, dann lasst mir gern Kommentare da.

ahoi-katharina

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2 Gedanken zu “AUSLANDSAUFENTHALT

  1. kiamisu schreibt:

    Oh, das ist ja wirklich eine einmalig tolle Erfahrung. Ich bin gespannt auf weitere Berichte aus Nizza und hoffe du kannst dir dort die Leichtigkeit und Spaß am Spontanen beibehalten!

    Liebe Grüße,
    Kiamisu

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    • madamedimanche schreibt:

      Dankeschön 🙂 ja der nächste Nizza-Beitrag ist in Planung. Bis dahin kannst du dir ja noch die anderen beiträge anschauen 😉
      Dein Blog gefällt mir schon auf den ersten Blick super – ich werde mcih gleich mal umsehen!

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