GIRAFFEN

Blutdruck 200 und trotzdem entspannt:

Die Fangfrage – Der Mensch hat 7 Halswirbel, wie viele haben Giraffen? – kennt wohl jeder!

Doch das höchste Tier an Land hat noch so einiges mehr zu bieten. Seit ich das erste Mal etwas mehr über Giraffen gelesen habe, sind es meine absoluten Lieblingstiere. In jedem Zoo studiere ich die Giraffen, ihre Gehege und ihre Namen. Alles an ihnen finde ich faszinierend! Ihre enorme Größe, ihre gigantischen Hälse, ihr absolut unverwechselbares Muster, ihre blaue Zunge, wie sie sich bewegen, ihre Art zu trinken…Diese erhabenen Tiere sind einfach bewundernswert. Deswegen gibt es hier ein paar Infos für euch:

Giraffen Männchen können bis zu 6 Meter (Gewicht: 1.600 kg) und Weibchen bis zu 4,5 Meter (Gewicht: 830 kg) groß werden. Dennoch können diese Giganten eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen! Durch ihre Größe und ihre Schnelligkeit sind sie selten Ziel von Raubtieren. Außerdem können sich Giraffen auch ziemlich gut wehren: Mögen ihre Beine auch dünn aussehen, mit einem gut platzierten Tritt, sind sie durchaus in der Lage einen Löwe zu töten. Zu einem Angriff kommt es jedoch selten, da Giraffen ihre Feinde schon von weitem sehen. Mit ihren außergewöhnlich guten Augen und durch ihre Größe, können sie bis zu 1,5 Kilometer in die Ferne blicken.

Auf eine ähnliche Distanz können sich Giraffen auch verständigen. Ja Giraffen machen Laute! Allerdings auf einer Frequenz von etwa 20 Hertz, sodass das menschliche Gehör diese tiefen Töne nicht wahrnehmen kann.

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Obwohl der Begriff Giraffe aus dem arabischen stammend die Liebliche bedeutet, können Giraffen ganz schön übel riechen. Wer schon einmal ein Giraffenhaus besucht hat, weiß was ich meine. Der Geruch entsteht allerdings nicht aufgrund von mangelnder Hygiene sondern, weil das Fell Stoffe und Verbindungen enthält, die das Wachstum von Pilzen oder Bakterien hemmen und sogar einen Zeckenbefall verhindern. Der Gestank spricht also für keimfreie Tiere.

Dass Kamele Ewigkeiten ohne Wasser auskommen, wisst ihr sicher alle. Aber wer hätte gedacht, dass Giraffen noch viel länger ohne Flüssigkeit auskommen? Die Tiere nehmen diese nämlich hauptsächlich über die Nahrung auf. Über 30 Kilogramm fressen Giraffen täglich. Dafür brauchen sie bis zu 20 Stunden. Ihr Leibgericht sind Akazien. Diese ergattern sie Dank ihrer 50 cm langen Zunge ohne Probleme. Da die Zunge außerdem mit Hornhaut überzogen ist, können auch die Dornen der Pflanze den Giraffen nichts anhaben.

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Wenn Giraffen doch mal etwas trinken wollen, nehmen sie eine sehr einzigartige Position ein. Statt in die Knie zu gehen, machen sie eine Art Spagat. Zum einen wäre in die Knie zu gehen viel zeit- und energieaufwändiger für die Tiere und zum anderen können sie ihren Kopf auch nicht im Stehen neigen, da dann durch die Abwärtshaltung zu viel Blut ins Gehirn gelangt. Der Blutdruck einer Giraffe beträgt nämlich 280 zu 180 mm Hg (Mensch: 120 zu 80 mm Hg). Schließlich muss der weit entfernte Kopf mit ausreichend Blut versorgt werden. So hat die Giraffe auch ein Herz was etwa 12 Kilogramm wiegt und ca. 75 Liter Blut pro Minute durch den Körper pumpt.

Giraffen sind leider nur in Afrika verbreitet und leben heute alle südlich der Sahara. Mittlerweile sind 4 Arten mit jeweiligen Unterarten bekannt, die sich nach Region sowie Form und Farbe der Flecken unterscheiden. Diese Musterung dient jedoch nicht nur der Tarnung sondern über die Flecken kann auch Körperwärme abgegeben werden. Also kommen Giraffen auch in der Sonne nicht ins Schwitzen! Außerdem ist jede Fellzeichnung einer Giraffe absolut einzigartig und vergleichbar mit dem menschlichen Fingerabdruck. Jedes Tier ist damit einzigartig.

Die 4 Arten sind die Süd-Giraffe, die Massai-Giraffe, die Netz-Giraffe und die Nord-Giraffe. Insgesamt gibt es noch über 100.000 Tiere in Afrika. Einzelne Arten und Unterarten sind jedoch vom Aussterben bedroht. Deswegen wurde am 21. Juni der Weltgiraffentag eingeführt, um mehr Aufmerksamkeit für die Giganten zu erzielen.

Denn auch wenn es bislang noch eine Vielzahl der wunderbaren Paarhufer gibt, ist ein Fortbestand nicht gesichert. Die Neugeborenen sind bei Ihrer Geburt zwar schon 1,80 Meter groß, was einem ausgewachsenen Mann gleichkommt, haben aber dennoch nur geringe Chancen das Erwachsenenalter zu erreichen. 25 bis 50 Prozent der Jungtiere fallen den Raubtieren zum Opfer.

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Achja: Giraffen haben auch nur 7 Halswirbel, dies können allerdings bis zu 40 cm groß sein.

Ich hoffe ihr schenkt diesen spannenden Tieren bei eurem nächsten Zoobesuch 2 Minuten mehr Aufmerksamkeit!

ahoi-katharina

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Spannende Infos zur Art-Erhaltung: https://giraffeconservation.org/

 

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3 Gedanken zu “GIRAFFEN

  1. Pierre E. schreibt:

    Ich mag Giraffen auch so wie du, sie sind einfach sehr faszinierend. 🙂
    Sehr informativer Post und vor allem sehr hübsche Fotos.

    Liebe Grüße Pierre von Milk&Sugar

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  2. Nadine Uzelino schreibt:

    Ich finde das einen sehr tollen Bericht! Ich habe mich ebenfalls in diese Tiere verliebt! Im Serengeti-Park Hodenhagen, als eine Giraffe ihren Kopf in unseren Safaribus gesteckt hat. Diese wunderschönen Wippern und freundlichen Knopfaugen haben mich gleich verzaubert. Ich durfte die Giraffe streicheln und füttern 😀 ein tolles Erlebnis.

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