KLEIDER-KREISLAUF

Secondhand ist der neue Trend:

Dingen ein zweites Leben schenken.

Bewusst konsumieren.

Recyceln und wieder verwerten.

In Zeiten der Massenproduktion ist es keine schlechte Idee mal ein zwei Gedanken daran zu verschwenden. Klar kaufen wir bei Primark, H&M und Co ein, doch heißt das nicht, dass man nichts ändern kann. Aber das ist gar nicht so einfach.
Ich habe mich auf die Suche nach fair gehandelten und biologisch produzierten Klamotten gemacht. Das Internet bietet einige Shops an, aber bis auf den wohl bekanntesten Shop Armed Angels, gab es da echt nicht viel Gutes. Einfarbige Baumwoll-Shirts allerdings zur Genüge! Kennt ihr noch andere coole Anbieter die ein bisschen darauf achten wo, wer und aus was Kleidungsstücke hergestellt werden?

Nachdem das mit den ökologischen Klamotten nicht so einfach ist, widmen wir uns wenigstens dem Wiederverwerten. Leider entstehen ca. 3,1 Tonnen Textilabfall jährlich in Europa. Doch wie kann man das ändern?
Zum einen kann man nicht mehr getragene Kleidung natürlich spenden: Kleidercontainer oder Flüchtlingsheime sind da gute Anlaufstellen. Allerdings weiß man nie genau, wo die Kleiderspenden aus den Containern landen. Zum anderen kann man seinen ungeliebten Kleidungsstücken auch auf Flohmärkten aktiv ein neues Leben schenken. Das geht offline mit viel Kontakt und online mit ein bisschen weniger Kontakt und dafür einer höheren downloadReichweite. Ich persönlich nutze das Portal KleiderKreisel, nicht nur weil es schon vom Namen her eure Klamotten in einen Kreislauf befördert. Hier gibt es eine große Community, Sicherheiten für Käufer und Verkäufer sowie eine sehr intuitive und übersichtliche Plattform, die dem Klamotten-in-die-Tonne-werfen entgegen wirkt.

Wem das zu umständlich ist, der kann Klamotten, die man nicht mehr trägt, beispielsweise zu H&M bringen. Die nehmen diese sehr gern an, um sie zu recyceln. Da gibt es sogar noch einen Gutschein oben drauf. Doch auch The North Face, Vaude, TopShop, Aevor oder Fjallraven kämpfen gegen den Textilabfall.

The North Face sammelt ebenfalls gebrauchte Ausrüstungsgegenstände und Schuhe, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Als eine der ersten Marken, hat The North Face Fleecejacken aus Recyclingmaterial hergestellt. Mittlerweile wird die Funktionskleidung aus bis zu 87 Prozent wiederverwertetem Material produziert.

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Quelle: nachhaltigkeitsbericht.vaude.com

Um den Gebrauch fossiler Rohstoffe zu reduzieren, verwendet Vaude zur Produktion neuer Kleidung alte Fischernetze, die im Meer eingesammelt werden. Dabei wird nicht nur das Meer von Abfällen befreit, sondern auch wichtiges Polyamid gewonnen, aus dem Funktionskleidung hergestellt werden kann. Aber auch PET-Flaschen und Altkleider werden bei Vaude in den Kreislauf einbezogen und recycelt.
TopShop hat ganz einfach übrig gebliebene Kleidung einer alten Kollektion zu einer neuen Kollektion verarbeitet und auch Fjallräven stellt jetzt einen Kanken her, der zu 95 Prozent aus recycelten Materialien besteht und die Umwelt weniger belastet. Aevor produziert seine Taschen und Rucksäcke immerhin zu 50 Prozent aus recycelten PET-Flaschen. Dadurch wird weniger Müll produziert und weniger natürliche Ressourcen beansprucht.

Also kann man vor dem Recyceln auch einfach Marken kaufen, bei denen man ein gutes Gewissen hat. Sucht nicht nach Bio-Marken, sonder nach Ansätzen und Projekten eurer Lieblingsmarken. Habt ihr noch mehr beeindruckende Recycling-Kollektionen gefunden? Dann lasst es mich wissen!

ahoi-katharina

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The North Face: https://www.thenorthface.de/innovation/sustainability/product/manufacturing.html

Vaude:http://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/gri/produkte/recycelte-materialien.php

Re-Kanken:http://www.fjallraven.de/ausrustung/kanken/ein-recycelter-klassiker

Aevor: http://www.aevor.com/de/

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