Verlängertes Wochenende // Alltagsimpressionen

Nachdem ich jetzt zwei Wochenenden nacheinander Besuch hatte, freute ich mich ein bisschen darauf wieder allein zu sein und das ganze Wochenende so entspannt wie möglich zu gestalten. Da ich den Alltag im Alleinsein oft sehr genieße, dachte ich, erzähle ich euch mal, wie ich mir die Zeit so vertreibe.

Glücklicherweise durfte ich am Donnerstag früher Feierabend machen und so begann mein verlängertes Wochenende pünktlich um 16 Uhr – das könnte man öfter machen. Und mit öfter meine ich eigentlich immer!

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Da ich ja aktuell in Nizza wohne, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich auf einen von Nizzas bekannten blauen Stühlen an der Promenade gesetzt. Sonne im Gesicht und Musik auf den Ohren, so lässt es sich prima in das Wochenende starten. Ich genieße es sehr, dass das Wetter im November hier von blauem Himmel und Sonnenschein geprägt ist. Trotzdem verwirrt mich das Wetter nach 23 grauen verregneten Novembern schon ein wenig. Und ich gebe zu, die Schneebilder von zu Hause haben schon auch ein bisschen Heimweh verursacht – der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wehe an Weihnachten gibt es keinen Schnee für mich!

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Da trotz des Sonnenscheins auch hier die Temperaturen langsam abfallen, habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht. Die Promenade entlang, dann über Place Masséna und schließlich die Einkaufsmeile Avenue Jean Médecin bis zu Haustür. An diesen Weg hab ich mich tatsächlich schon gewöhnt – die vielen Menschen, die vielen Geschäfte, das viele Leben. Hier ist wirklich immer was los – ein sehr geschäftiges Feeling.

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Zu Hause angekommen, habe ich es mir richtig gemütlich gemacht: Bequeme Klamotten, eine Tasse Tee und dann zum Film Swiss Army Man die Nägel lackiert. Der Film war stellenweise etwas langweilig aber insgesamt auf sehr skurrile Art und Weise amüsant. Die Nägel waren trotzdem spannender – ich habe den Steel Drama aus der neuen P2 Chrome Kollektion benutzt und bin begeistert von dem abgespaceten Design!

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Dank des frühen Feierabends konnte ich außerdem die Zeit nutzen, um mein aktuelles Buch Edge of Eternity weiterzulesen und mal wieder auf den Blogs von Malina Florentina, Königskram und TryTryTry zu stöbern. Ich liebe entspannte Abende, an denen man einfach genau das tun kann, worauf man Lust hat.

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Ehrlich gesagt hatte ich auch große Lust auf ein Glas Wein, aber in der 4. Etage zu wohnen, macht den Weg zum Supermarkt wirklich endlos. Da mein Bett so bequem war, beschloss ich, dass es auch Freitagabend noch nicht zu spät ist, auf das Wochenende anzustoßen. Statt am Alkohol erfreute ich mich an der Bestellung bei odernichtoderdoch, die mich mit ihrem Set von Tagebuch und Kalender bei Instagram gelockt haben. Ich bin sehr gespannt auf die beiden Bücher – leider werde ich sie erst im Dezember in Deutschland bewundern können – wieder ein Grund mehr sich auf Weihnachten zu freuen. Ich glaube übrigens, dass dieses Jahr meine längste und größte Weihnachtsvorfreude entsteht und das unter Palmen. Schon verrückt!

Anschließend habe ich es mir endgültig gemütlich gemacht und ein paar Folgen New Girl im Bett geguckt – das ist einfach immer wieder super witzig. Es ist zwar komisch alleine zu lachen, aber ich hatte einen gelungenen ersten Wochenendabend und bin happy vor dem Laptop eingepennt – auch eine meiner heimlichen Vergnügen: beim Fernsehen einschlafen.

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Am nächsten Morgen war ich mal wieder viel zu zeitig wach. Ich bin echt kein Langschläfer, sondern ein absoluter Tagmensch. Ich nahm mir trotzdem die Freiheit, mich mit meinem Buch im Bett einzukuscheln und zu lesen. Als die Sonne hoch genug stand, habe ich gemütlich auf dem Balkon gefrühstückt und mir eine Tasse Kusmi Anastasia 20161108_184051gegönnt. Guter Start in den Tag! Danach habe ich noch ein bisschen Nichts getan und dann doch mal den Staubsauger in die Hand genommen – mein Zimmer soll ja nicht so aussehen wie der Rest der Wohnung. Um das Wetter zu nutzen, ging mein erster “Ausflug” in den Supermarkt, mich mit Leckereien für das Wochenende eindecken.

Die Zeit vor dem Mittagessen gehörte dem Sonntagsladen: texten, Bilder bearbeiten, Grafiken erstellen. Das macht mir zu jeder Zeit so viel Spaß, dass ich echt die Zeit vergesse und dann fast verhungere. Was solls, Pasta war noch vom Vortag fertig und anschließend schnell in meinem Bauch. Natürlich habe ich die Mittagspause auf dem sonnigen Balkon verbracht – den muss man ja nutzen. Ich hatte noch nie eine Wohnung mit Balkon, umso begeisterter bin ich hier, dass ich ihn tatsächlich noch so oft im November nutzen kann.

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Nachdem ich dann ein paar Ideen für zukünftige Beiträge notiert habe, ja der Dezember wird schön weihnachtlich werden, habe ich mich noch einmal vor die Tür begeben. Ich war ein bisschen spazieren und besuchte den ein oder anderen Laden. Der Vorteil von Feier- und Sonntagen in Frankreich ist nämlich, dass immer alles offen hat. Ziemlich praktisch, ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Zumal Sonntagvormittag mittlerweile meine Lieblingseinkaufszeit ist – wenige Menschen und keine frische Fischtheke. Anschließend setzte ich mich mal wieder auf einen sonnigen blauen Stuhl und lauschte den Gitarrensound von Mathew Lennox, der die Promenade mit seinem Gitarrensound beschallt hat.

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Danach machte ich mich wieder auf den Heimweg und begann an meinem Gastbeitrag für Coralinart zu arbeiten. Um die Einkäufe zu verbrauchen, kochte ich dann einen Auflauf, der allerdings nicht so super lecker war wie gehofft. Damit ich nicht 3 Tage etwas mittelmäßiges Essen muss, durfte mein Mitbewohner mitessen, der nach einer Kostprobe das Angebot gern genutzt hat. Da meine Mama zu Hause ein bisschen ausgemistet hat und ich aktuell mit nicht mal der Hälfte meines Besitzes lebe, habe ich den Entschluss gefasst, mich von einigen Dingen zu trennen. Dank Skype und meinem Freund konnte ich damit auch direkt beginnen. Aus der Ferne trennt man sich leichter und ich hatte Angst die Idee zu verwerfen, wenn ich zurück bin. Bei so einem Skype-Abend vergeht die Zeit wie im Flug und so habe ich nur noch mal kurz mein Buch aufgeschlagen und dann das Licht ausgemacht.

Wochenende Tag 2: Wieder zu früh wach! Aber das Buch lag ja glücklicherweise noch griffbereit und so konnte ich noch ein bisschen Zeit vergehen lassen, bis ich die Waschmaschine gestartet und den Herd nach dem gestrigen Auflauf gereinigt habe.

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Anschließend klemmte ich mich hinter meinen Laptop und beendete den Beitrag für Sonntag, um mir dann ein wohlverdientes Frühstück zu zaubern. Mittlerweile war es wunderbar sonnig, sodass ich meinen Tee auf dem Balkon genießen konnte – im T-shirt! Ich habe mir noch mein Buch dazu geholt und mir einen entspannten Vormittag auf Balkonien gemacht.

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Doch ich wollte auch noch was schaffen und so habe ich mich über Mittag nochmal an den Laptop gesetzt und gearbeitet. Als der Hunger kam, gab es ein paar Snacks und ich löste meinen Nuggets-Gutschein bei McDonalds ein. Von da aus bin ich dann noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und habe mir ein Eis am Strand gegönnt. Das war ein super schöner Nachmittag – ich liebe die Promenade, die vielen Menschen und das Wetter. Musik hören, beobachten, Sonne tanken. Nach wunderbaren Sonnenstunden bin ich wieder zurückspaziert und habe mich erneut hinter meinen Laptop geklemmt, um noch ein bisschen zu texten.

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Abends aß ich dann noch ein bisschen was von meinem Auflauf – nach dem zweiten Warmmachen hat er mir fast besser geschmeckt. Auf dem Abendplan stand dann mein Wunschzettel! Klingt komisch ist aber eine kleine Tradition. Seit ich denken kann, mache ich jedes Jahr einen tollen Wunschzettel. Früher dachte ich noch, dass würde mir Geschenke sichern, heute mache ich es aus purer Freude für mich und meine Mama. Das Wichtigste ist, dass es jedes Jahr ein anderes Design gibt, während die Wünsche eigentlich zweitrangig sind. Meine Mama hat auch bisher alle aufgehoben und ich bin gespannt, wann ich die mal präsentiert bekomme. Dieses Jahr wünsche ich mir jedenfalls hauptsächlich Mamas Kochkünste, Papas Plätzchen und tollen weißen Glühwein. Nach 4 Monaten Pasta wird es Zeit für kulinarische Highlights! Als ich mit den Texten, Bildern und Layout zufrieden war, habe ich mir noch die heute-show, eine Folge Inas Nacht und ein bisschen New Girl angeschaut und mir ein paar Chips und ein Glas Wein gegönnt. Danach bin ich über meinem Buch eingeschlafen und träumte süß von sauren Gurken.

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Am Sonntag war ich genau wieder pünktlich um 8 Uhr wach – meine innere Uhr ist erschreckend genau. Aber da diesmal keine Sonne in mein Zimmer schien, hielt ich es noch eine Weile im Bett aus. Dummerweise habe ich mir dann beim Anziehen, irgendwas im Rücken eingeklemmt, sodass jede Bewegung unangenehm wurde. Das Frühstück war entsprechend mühsam und der dringende Weg zum Supermarkt abenteuerlich. Den restlichen Tag verbrachte ich dann ausnahmslos im Bett – sitzend und liegend, so wie es gerade angenehm war. Dank Tigerbalsam und Ruhe wurde es auch ein wenig besser. So hatte ich ausreichend Zeit zu lesen, zu texten, Musik zu hören und mir meinen Eltern zu telefonieren. Ich habe aus Frust meine letzte Milka Geburtstagsschokolade angefangen und mir am Abend meine neue Duftkerze angezündet. Die hat wirklich mein ganzes kelines feines Zimmer in einen wunderbaren Duft gehüllt und meine Stimmung verbessert. Der Abend war dann genauso unspektakulär wie der ganze Tag und das Wochenende ging entspannt zu Ende. ich freue mich schon auf das Nächste!

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Was ist eure Lieblingsbeschäftigung am Wochenende? Seid ihr gern mal ein paar Tage alleine oder braucht ihr immer Gesellschaft?

ahoi-katharina

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