Advent Advent ein Lichtlein brennt..

Heute, zum 3. Advent möchte ich meine Eindrücke vom weihnachtlichen Nizza mit euch teilen. Mitte November wurden die ersten Dekorationen in der Stadt angebracht, aber noch nicht erleuchtet. Im Hellen sieht das alles eher kitschig als festlich aus, aber es tut der Weihnachtsstimmung ganz gut. Der Advent bedeutet in Frankreich irgendwie nichts, deswegen beginnt die Vorweihnachtszeit hier erst im Dezember. Bis dahin wurden also überall Lichterketten angebracht, Tannen aufgestellt, überall weißes Zeug aufgesprüht, der Weihnachtsmarkt errichtet, ein kleines Schneeparadies im Park aufgestellt, der Brunnen geleert und zu einem Nordpol umfunktioniert. Alles ziemlich verrückt und ungewöhnlich. Trotzdem fand ich es aufregend die Verwandlung zu beobachten.

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In den Geschäften habe ich nach Weihnachtstees, Spekulatius und Lebkuchen gesucht – wurde aber doch nur bei Lidl fündig. Die Supermärkte sahen aus wie immer, kein Weihnachten in Sicht.

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Was ich besonders amüsant fand, ist das dringende Bedürfnis nach Schnee. Ich hab mich über den Anblick von grünen duftenden Tannen immer riesig gefreut. Allerdings waren sie am nächsten Tag stets weiß und mit irgendetwas behangen. Wirklich alle Tannen wurden eingesprüht! Für die Winterlandschaft im Park wurden sogar weiße Iglus aufgestellt und die Wiese mit weißem Vlies ausgelegt. Das ist so verrückt. Es wurde auch ein Skihang als Fotopunkt aufgestellt. Wenn die Nizzaer wüssten, dass es auch auf deutschen Weihnachtsmärkten kaum Schnee gibt…

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Am zweiten Dezember eröffnet dann der Weihnachtsmarkt, der sogar bis Januar geöffnet hat. Überrascht war ich, dass der Sichtschutz um den kompletten Park erhalten blieb. Der Park war damit abgeriegelt, es gab 3 Eingänge mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, etwa wie am Flughafen. Die Taschen wurden intensiv abgesucht, man musste durch Sicherheitsschleusen gehen, manche mussten Jacken und Gürtel ablegen. Das trübt natürlich das friedvolle Bild von Weihnachten ein wenig, aber seit Juli ist in Nizza Sicherheit das oberste Gebot. Also war ich schon daran gewöhnt und es ist ja eigentlich auch irgendwie nur zu meinem Besten. Außerdem nahm ich den Seiteneingang, wo man nicht lange anstehen musste und die Security auch recht freundlich war.

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Also alles kein Problem und ich konnte anschließend entspannt durch das Gelände schlendern: Unter Palmen und Orangenbäumen, Jingle Bells singend die Stände erkunden. Es war ein merkwürdiges Bild, skurril aber doch irgendwie schön. Ich musste die ganze Zeit grinsen, weil das einfach alles so ungewohnt aussah, aber es hat mir gut gefallen.

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Der Weihnachtsmarkt teilte sich in zwei Bereiche. An dem einen Ende gibt es unzählige hübsche Holzbuden mit Schmuck, Kerzen, Schals, Keramik, Holzspielzeug und vielen Leckereien – relativ klassisch. Und am anderen Ende warten Trampoline, das Riesenrad, Losbuden und andere jahrmarktähnliche Attraktionen auf die Besucher. Ebenso gab es eine ziemlich große Eisfläche – unter Palmen, wie cool ist das denn?

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Insgesamt ist es ganz anders, als ich es aus Deutschland gewohnt bin, aber trotzdem bin ich in absoluter Weihnachtsstimmung. Ich finde es einfach lustig, wie man die klassischen Weihnachtsmärkte hier umsetzt und Einheimische und Touristen beeindruckt. Es ist anders hier, aber keinesfalls schlechter. Es macht Spaß bei Sonnenschein unter Palmen Weihnachtslieder zu hören. Da kriegt man einfach gute Laune und meiner Weihnachtsvorfreude hat das absolut nicht geschadet.

Habt ihr auch schon mal einen Advent oder sogar Weihnachten in einem südlichen sonnigen Land verbracht?

ahoi-katharina

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