Zeitverschwendung

Oder: Endlich wieder Alltag

Ich verschwende meine Zeit mit dir und es gibt nichts was ich lieber täte!“ Das Zitat der jungen Berliner Band Von Wegen Lisbeth schwirrt mir seit Tagen durch den Kopf und treibt mich letztendlich in diesen Beitrag.

Nach Zeitverschwendung habe ich mich in den letzten 6 Wochen nämlich sehr oft gefühlt. Ich habe euch von meiner bevorstehenden Reise erzählt, vom wiederkehrenden Alltag im März und von mehr Zeit für den Blog. Pustekuchen!

Am Wochenende vor meinem Flug nach Vancouver ging es mir milde gesagt irgendwie nicht gut. Ich schob es auf die Aufregung. Oder zumindest alle um mich herum. Ich redete es mir ein. Bis ich am Abend vorher in der Nähe des Frankfurter Flughafens kaum einschlafen konnte vor lauter Ich-Fühle-Mich-Krank-Gefühlen. Die Vernunft hat mich dann zum Flughafenarzt getrieben und der mich mit Antibiotika wieder nach Hause. Mehr oder weniger zumindest, war natürlich “meine eigene Entscheidung”. Witzig. Naja, da mir Entscheidungen bekanntermaßen ja total leicht fallen, war es natürlich eine Kleinigkeit sich von der coolsten Reise meines bisherigen Lebens mal so eben zu verabschieden. Hab ich trotzdem getan. ADIEU Vancouver und damit noch mal ein riesiges SORRY an Lisa, die dann allein flog, allein in Seattle übernachtete und nun allein Vancouver unsicher macht. Ich freue mich, dass es dir dort gut geht!

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So verlor ich 3 Wochen Urlaub und gewann 3 Wochen Zeit bei meinen Eltern, da mein Zimmer ja immer noch bewohnt war….was für eine Zeitverschwendung? Die erste Woche verbrachte ich tatsächlich mit Kranksein, Schlafen und Arztbesuchen. Nervig aber nötig. Nach ungefähr 10 Tagen war ich wieder komplett auf den Beinen, was die Reise wirklich ein bisschen sinnlos gemacht hätte. Aber ich versuchte so selten wie möglich zu denken “Ich könnte jetzt auch auf der Golden Gate Bridge stehen…ich könnte jetzt auch in L.A. am Strand sein…ich könnte…” Stattdessen dachte ich nach vorne und bewarb mich für zahlreiche Nebenjobs. Und ehrlich gesagt hatte ich auch überraschend schnell einen gefunden: an der Uni, Pressearbeit, Checkpot! Nach der Krankphase hatte ich genug Zeit im elterlichen Nest verbracht und fuhr in meine WG. Nicht in mein Zimmer, aber mein Freund war gnädig und ließ mich in seins. Das war okay. Um möglichst schnell das “Rückflugdatum” zu erreichen, stopfte ich die restlichen Tage damit voll mich um meine Masterarbeit zu bemühen, zur Bibliothek zu fahren, shoppen zu gehen, Freunde zu treffen, eine neue Brille zu organisieren, natürlich auch Bachelor und den Modelwahnsinn zu schauen, ein Wochenende in Weimar zu verbringen und plante eine gründliche Veränderung meines WG-Zimmers um das “Fremde” des Zwischenmieters auszutreiben. Im Großen und Ganzen verschwendete ich einfach meine Zeit und wartete, dass der Februar sich dem Ende neigt. Es funktionierte. Meistens. Ganz konnte ich dieses komische Gefühl des du-hast-so-viel-verpasst nicht vertreiben.

20170325_150734Aber dann war März. Und der verlief anfangs nicht viel anders. Ich gestaltete mein Zimmer tatkräftig um, widmete mich der Masterarbeit, verbrachte Zeit mit Freunden und weiterhin mit dem Bachelor und den Models. Aber so ganz sortiert und nach ich-bin-wieder-zu-Hause fühlte ich mich noch nicht. Irgendwie war mir eher nach Semesterferien zumute. Aber dann habe ich mit dem Job begonnen, das Schwimmtraining wieder angefangen, schlafe wieder in meinem eigenen Bett und bin tatsächlich seit einer Woche wieder in meinem alten neuen Alltag angekommen. Studentin mit festem Wohnsitz und Nebenjob. Das ist mir heute erst so richtig klar geworden. An einem Samstag, den ich mit einem ausgiebigen Spaziergang, einer Gesichtsmaske und einer Plätzchen-Back-Orgie verschwendet habe. Und es gibt absolut gar nichts, was ich lieber täte!

Die letzten 2 Monate liefen verrückt und absolut undenkbar ab, aber jetzt könnte es tatsächlich wieder funktionieren hier regelmäßig ein paar Zeilen für euch zu schreiben. Denn auch das ist eine Zeitverschwendung, die sich sehr lohnt. Aber ich verspreche hier lieber nichts mehr, wer weiß sich dann wieder schlagartig ändert!

Deswegen wünsche ich euch einfach, dass ihr euer Wochenende mit vielen guten Dingen & Menschen verschwendet und sage bis bald!

ahoi-katharina

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Ein Gedanke zu “Zeitverschwendung

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