Plötzlich Rosa

Veränderungen sind okay

Klingt komisch, kann man aber mal machen. Rosa ist die typische Mädchenfarbe und ein typisches Mädchen war ich nie und werde es deswegen auch nie sein. Das mögen viele von sich behaupten, aber wer von euch wurde gefragt, warum man im Badeanzug schwimmt oder wurde von der Schultoilette geworfen? Klingt verrückt, war es für mich aber nicht.

Bild 156Ich war eben nicht rosa, sondern eher blau: Kurze Haare, Klamotten vom großen Bruder und mein heiliges Accessoire war mein Basecap. Ich war glücklich. Ich war eben einfach ein Kind und hatte keine Lust auf meine Mädchenrolle. Das war auch im Prinzip für alle okay. Das Problem war nur etwas zu verändern. Und das ist bis heute nicht ganz so einfach. Wenn sich deine Mitmenschen einmal daran gewöhnt haben wer oder wie du bist, dann kommentieren sie logischerweise jede kleinste Veränderung. Was einen als Kind, in der Bild 127Pubertät und darüber hinaus doch sehr verunsichern kann. Ich habe mich also erst spät aus meiner Rolle rausgetraut.

Natürlich hat das mit den langen Haaren nicht erst mit Mitte 20 angefangen und auch Kleider, Röcke und Make-Up sind mir nicht fremd, aber meine Rosa-Phase habe ich eben jetzt. Ich glaube nicht, dass ich dadurch etwas verarbeite, aber ich habe das Gefühl, dass die Farbe jetzt 20170328_135820zu mir passt und es scheint auch das erste Mal zu sein, dass ich mich für etwas Äußeres nicht rechtfertigen muss.

Den Satz „Dass aus dir mal noch ein Mädchen wird, hätte ich ja nicht gedacht.“ habe ich auch wahrlich oft genug gehört. Deswegen bin ich kein Fan von rosa Mädchen und blauen Jungs, sondern eher für eine bunte und glückliche Kindheit. Es findet schon jeder seinen Weg.

Danke Mama&Papa fürs rumlaufen-lassen-wie-ich-das-will!

ahoi-katharina

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