Lisboa Teil III

TAG 5

Passend zum Palmsonntag haben wir uns auf den Weg zur siebtgrößten Christusstatue gemacht. Die Portugiesen haben sich dieses ehrwürdige Denkmal von den Brasilianern abgeschaut und aus Dankbarkeit, dass sie vom 2. Weltkrieg verschont wurden, einen gigantischen Christus erbaut – Christo Rei, König Christus. Das Bauwerk ragt über 100 Meter am gegenüberliegenden Ufer von Lissabons Zentrum in den blauen Himmel.

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Also ab zum Cais de Sodre und mit der Fähre übergesetzt. 15 Minuten Fahrt für 1,25 Euro – der Weg von A nach B ist hier echt ein leichter und günstiger Spaß. Auf der anderen Seite, der Almada, kann man dann entweder mit dem Bus oder zu Fuß, den Pilgerort erreichen. Wir haben uns für den Fußweg entschieden und in der Mittagshitze den Hügel erklommen.

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113 Höhenmeter über dem Tejo liegt dann der Wallfahrtsort. Auf dem Gelände wird man direkt von aus Lautsprechern schallender Kirchenmusik empfangen, nicht gerade mein Geschmack und auch eher aufdringlich oder nervig. Es befindet sich auch ein Kreuzweg auf dem Gelände aber auch unzählige schattenspende Olivenbäume und natürlich die Christusstatue: 75 Meter Sockel und 28 Meter Statue!

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Schon vom Hügel aus hat man einen genialen Blick über Lissabon, den Tejo und auf den Atlantik. Aber von ganz oben ist der Blick wirklich atemberaubend! Der Eintritt kostet 5 Euro, aber es war wirklich krass. Allerdings wird man tatsächlich auch auf der Plattform nicht von der Musik verschont, verrückt.

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Für den Rückweg haben wir dann aber doch den Bus genommen und dann wieder die Fähre, um auf unsere Seite zurückzukommen. Dort gab es noch ein Eis in der Sonne und am Abend ein Essen im Time Out Market Lisboa. Das ist eine ziemlich coole Location mit ganz vielen verschiedenen Essensangeboten. Im Prinzip ist es eine große Halle, die in der Mitte zahlreiche Sitzplätze bietet und an allen vier Seiten reihen sich frisch zubereitete kulinarische Spezialitäten verschiedener Regionen aneinander. Vom Burger bis zur Auster, herzhaft oder süß und für jeden Geldbeutel. Es geht wirklich turbulent zu aber es ist echt zu empfehlen! Ich hatte beim Asiaten Pad Thai bestellt und habe mich schon beim Essen geärgert, dass ich den hübschen Teller nicht fotografiert habe.

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TAG 6

An unserem letzten Tag wollten wir uns das Expo Gelände anschauen. Die über 17 Kilometer lange Ponte Vasco da Gama konnten wir schon vom Christo Rei bestaunen. Europas längste Brücke wurde 1998, als die Weltausstellung in Lissabon stattfand, eingeweiht. Da in diesem Jahr das 500 jährige Jubiläum der Entdeckung Indiens war, erhielt die Brücke diesen Namen. Doch im Expo Gelände erwartete uns auch noch das Vasco da Gama-Einkaufscenter und der Torre Vasco da Gama, ein 145 Meter hoher Aussichtsturm.

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Ganz im Zeichen der Entdeckungen stand auch der damals neu errichtete Gare de Oriente, ein neuer Bahnhof. Die Bauwerke sind dort wirklich beeindruckend groß. Viele Gebäude erinnern an Seegelschiffe und alles ist wirklich sehr besonders. Aber sonderlich genial fand ich den Ausflug trotzdem nicht.

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Das Gelände ist nicht wirklich genutzt, nur von Touristen besucht und vegetiert so vor sich hin. Am Tejoufer kann man eine Fahrt mit der Seilbahn machen und hat einen tollen Blick über das Expo-Gelände. Das war allerdings auch die einzige Attraktion und deswegen haben wir dann noch eine Weile im Einkaufszentrum verbracht – ist ja auch nicht schlecht!

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Dann ging es zurück und unseren letzten Abend verbrachten wir im besten Burgerladen der Stadt und auch so ziemlich im coolsten Laden, in dem ich je war! Da das Restaurant nicht sonderlich groß ist, mussten wir eine Weile auf einen Tisch warten und konnten uns dann auf unser Essen freuen. Speisekarten in Bilderrahmen, Samtsessel und der Tisch war eine alte Tür – genial! Ich war Fan von der Location und unsere Burger waren optisch, geschmacklich und preislich einfach umwerfend. Pappsatt und müde ging es dann ein letztes Mal ins Hotel.

Am allerletzten Tag mussten wir packen, haben noch eine letzte Pastel de Nata verschlungen und ein paar Mitbringsel geshoppt und sind dann schweren Herzens zum Flughafen gefahren.

Auf bald du schönes Lissabon!

ahoi-katharina

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2 Gedanken zu “Lisboa Teil III

  1. Sarah schreibt:

    Hach da bekommt man ja gleich Fernweh!
    In Lissabon war ich leider noch nicht!
    Aber bei den schönen Impressionen bekommt man ja richtig Sehnsucht! 🙂
    Liebe Grüße Sarah ❤

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