Die Mitte der Welt // Review

Als ich den Titel neulich am Kino gelesen habe, kam er mir irgendwie bekannt vor. Also habe ich den Inhalt überflogen und gemerkt: Ich kenne die Buchvorlage! Zu Hause habe ich in meinem Bücherregal gekramt und siehe da, gegenüber dem farbenfrohen Kinoplakat sah das Buchcover echt unscheinbar aus. Aber ich konnte mich an das Lesevergnügen vor vielen Jahren erinnern und wollte unbedingt sehen, was aus dieser schönen Geschichte geworden ist. Also, ab ins Kino!

Die-Mitte-der-Welt

Quelle: http://www.fantasy-news.com/2016/10/14/trailer-zu-die-mitte-der-welt/

Der Inhalt

Der 17-jährige Phil lebt mit seiner zurückgezogenen Zwillingsschwester Dianne und seiner verrückten Mutter Glass in Visible, einem alten wunderschönen Haus. Die Unsicherheit nichts über den eigenen Vater zu wissen und seine chaotische Gegenwart gefüllt mit Familienproblemen, der ersten Beziehung und einer kriselnden Freundschaft stürzen Phil in ein Gefühlschaos. Schon seit Kindertagen sucht er nach der Mitte der Welt, doch jetzt, wo seine auf dem Kopf steht, wird die Frage immer drängender.

1

Die Besetzung

Phil – Louis Hofmann
Glass – Sabine Timoteo
Dianne – Ada Philine Stappenbeck
Kat – Svenja Jung
Nicholas – Jannik Schümann
Tereza – Inka Friedrich
Michael – Sascha Alexander Gersak
Pascal – Nina Proll

2

Die Highlights

Ich kannte die Geschichte, aber da ich das Buch nicht erst vor Kurzem gelesen hatte, hatte ich eigentlich keine Erwartungen an den Film. Das Kinoplakat sah nach einem schönen leichten Jugendfilm aus, den man sich gern mal zwischendurch anschaut. Inhaltlich traf das auch komplett zu, aber der Film enthielt filmische Details, die ich wirklich grandios fand!
Zum einen gab es sehr viele Rückblenden in Phils Kindheit, die sehr gut in den Film eingebettet waren. Die Übergänge waren perfekt und es brauchte keine Ankündung oder Hinweise auf Zeiten und Orte. Der Film wirkte nie unterbrochen.
Außerdem gab es mehrere Szenen, in denen einfach Fotos gezeigt wurden. Meistens hat Phil Beispiele gegeben und die Fotos dann aus dem Off kommentiert. Auch das war eine coole Abwechslung und hat dem Film etwas Besonderes gegeben. Im Film wurden auch sehr viele schöne Landschaften gezeigt, die für mich zu einem guten Film einfach dazugehören.
Auch die Kameraführung hat mir sehr gut gefallen. Es gab sehr schöne Nahaufnahmen oder einfach tolle Bilder, die länger festgehalten wurden. Für einen Jugendfilm gab es auch relativ viel nackte Haut und Erotik, aber auch diese Szenen waren wirklich gut und ästhetisch gemacht.
Schauspielerisch hat mich der junge Louis Hofmann auch komplett überzeugt. Insgesamt war der Cast sehr gut. In manchen Szenen wirkte jedoch die Dianne-Darstellerin Stappenbeck ein wenig hölzern.

Das Fazit

3Mich hat der Film total überrascht. Ich würde ihn glatt noch mal anschauen! Der Wechsel zwischen Konflikt und Melancholie, zwischen Geheimnis-krämerei und vertrauter Ehrlichkeit macht den Film sehr emotional. Aber trotzdem enthält er auch die richtige Portion jugendlichen Leichtsinn, die einen zum Schmunzeln bringt. Also ich bin wirklich von der Umsetzung begeistert und kann den Film nur jedem empfehlen. Ein Film zum Lachen und Weinen und gar nicht so typisch, wie man im ersten Moment denken könnte!

ahoi-katharina

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s